Here comes: The Germans Zeitschrift

Eine Monopol fürs Kunstverständnis, eine Dummy für interessante Themen, eine Zeit, um festzustellen, dass riesige Papierzeitungen immer komischer werden, und einmal im Jahr eine Bild, um sich zu vergewissern, dass man auch tatsächlich in einer Blase aus Elfenbein lebt. The Germans, im Selbstverlag von der ehemaligen Prinz-Chefredakteurin Nicole Zepter herausgegeben, und gerade mit einer 50.000er Auflage an den Kiosk-Start gegangen, sieht nach einer guten Erweiterung dieses Qualitäts-Panels an. Mich hat tatsächlich der Name begeistert. So einfach ist das. Was mich wurmt ist allerdings, dass ich mich ertappt fühle. Damit wären wir zurück bei der erwähnten Blase. Ist das das richtige Leben? So bin ich, das spricht mich an? Mist, tut es.

Die Welt meint: “Wo “Neon” politisch eher naiv bis unbedarft unterwegs ist, bezieht “The Germans” pointiert Position. Mal wütend wie bei Andrea Hanna Hünninger, die einen Text von Petra Kelly “Über Gewalt” neu liest. Mal analytisch wie bei David Iselin. Seine Geschichte über “Die Halbstarken. Warum Manager so gern pöbeln”, hebt sich vom gängigen Topos der Managerschelte wohltuend ab. Interessante Frage von ihm übrigens, warum Gesellschaften, die immer älter werden, eigentlich immer jüngere Manager brauchen. Wenn also selbst die “Konkurrenz” wohlwollend nickt, dann kann man ja mal ein Probe-Abo bestellen.

10 Ausgaben kosten 40,80 Euro, Lieferung frei Haus. Das Probe-Abo liefert drei Ausgaben für 14,40 Euro frei Haus.

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