Winterspaß auf Kufen

Mal mit, mal gegen den Uhrzeigersinn… Mal draußen, mal drinnen… Mal mit Strickstulpen, mal mit Bommelmütze… Mal mit guter, mal mit schlechter Musik…  Mal mit Hinfallen, mal ohne…  Schlittschuhlaufen kann sehr viel Spaß machen und den kalten Winter definitiv angenehmer machen!

Auch wenn dem rutschigen Vergnügen der Muff der Achtziger Jahre anhängt, so ist die Fortbewegung auf zwei Kufen älter als man denkt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Frankreich Kufen aus Rinderknochen ausgegraben, die mehr als 20.000 Jahre alt sind – und damals sind die Leute bestimmt noch nicht zu Wham’s „Last Christmas“ im Kreis rumgeeiert! Viel wahrscheinlicher ist, dass die Ärmsten auch im tiefsten Winter auf die Jagd gehen mussten und mit dem Schlittschuh-Prototyp aus Knochen einfach viel lässiger unterwegs sein konnten. Man geht davon aus, dass Schlittschuhe ab dem 15. Jahrhundert im größeren Stil genutzt wurden. Vor allem in Nordeuropa fand der hölzerne Schuh mit je zwei Metallkufen eine große Fangemeinde. Bis in die 50er wurde diese Art von Umschnall-Schlittschuh benutzt.

Die ollen Umschnall-Dinger gibt es zum Glück nicht mehr, dafür leichte Plastikboots mit sauscharfen Stahlkufen, auf denen nicht nur die Lokal-Matadoren ihre Bahnen ziehen. Auch wir ordinären Ein-Mal-pro-Jahr-Läufer dürfen auf den Eisbahnen Berlins unser wackeliges Können zum besten geben.

Hier die zentralsten Schlittschuhbahnen im Überblick:

Erika-Hess-Eisstadion, Müllerstr.185 in Berlin-Wedding
Werner-Seelenbinder Sportpark, Oderstr. 182 in Berlin-Neukölln
Horst-Dohm Eisstadion, Fritz-Wildungstr.9 in Berlin-Wilmersdorf
Eisbahn im Sportforum Hohenschönhausen, Konrad-Wolf-Str. 39
Eisbahn Lankwitz, Leonorenstr. 37 in Berlin-Lankwitz