Das Haus des Lehrers
Das Kürzel HDL hatte in Berlin über viele Jahre hinweg eine Bedeutung fernab der SMS-Sprache. Denn gleich auf der anderen Straßenseite jenes überdimensionalen Kaugummis namens Alexa befindet sich das Haus des Lehrers und die dazugehörige Kongresshalle BCC. Erbaut wurden beide in den frühen 60er Jahren nach Plänen des Architekten Hermann Henselmann.
Das Stahlskelett ist ummantelt von einer Glas-Aluminium-Fassade. Die sieben Meter hohe Bauchbinde des Gebäudes malte der Berliner Künstler Walter Womacka. Im Stile der Moderne entwarf der damals über 20 Jahre lang als Rektor der Kunsthochschule Weißensee tätige Womacka auch Briefmarken, Fensterglas und Wandbilder. In erster Linie sollten seine Werke stets das alltägliche Leben der DDR-Gesellschaft wiederspiegeln. Heute betrachten wir Gebäude wie das HDL im Alltag oftmals ganz losgelöst aus diesem Kontext und freuen uns, dass sie nicht auch schon allesamt abgerissen worden sind.

In den Jahren 2003/2004 wurden beide Gebäude denkmalgerecht renoviert. Im HDL befinden sich heute moderne Büroräume einer Consulting Firma, des Cornelsen Verlags, einer Kommunikationsgesellschaft sowie Büros von Rechtsanwälten, etc..
Mehr Infos rund ums HDL findet ihr hier.
Fotos | Eugen Braeunig




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