Im Interview: Talking Pets!
Talking Pets ist keine neue Tierart aus dem fernen Paradisanien. Hinter dem Namen versteckt sich die neue Indie-Hoffnung aus dem Popstandort München, die es mit ihrem klassischen Gitarren-Pop-Sound bis in die Charts schaffen möchten.
Wir haben anlässlich des bevorstehenden Album-Release mit Sänger Franko und Schlagzeuger Lenny über ihre Vorlieben zu Tieren, Musik und natürlich die Band gesprochen.
Wie seid ihr eigentlich auf den Namen gekommen, habt ihr eine Vorliebe für Tiere?
Franko: Klar mögen wir Tiere. Sie bringen uns zum Lachen. Besonders wenn sie einem Handlungsweisen und Reaktionen vor Augen führen, die genauso beim Menschen vorkommen, vielleicht nur etwas versteckter. Das Beschnuppern von Hunden zum Beispiel bei ihrer ersten Begegnung lässt sich gut auf uns Menschen übertragen.
Der Bandname kommt von meiner Katze Hillary. Sie hat uns geraten, die Band Pet Sounds zu nennen. Das ging natürlich nicht, aber als Hommage an ihren Vorschlag heißen wir jetzt Talking Pets.
Wenn ihr euch aussuchen könntet, was für ein Tier ihr seid, welches würdet ihr wählen?
Franko: Vermutlich eine Katze. Sie ist eigenständig, weiß was sie will und schläft 2/3 ihres Lebens. Auch die sieben Leben können wertvoll sein.
Lenny: Bei mir ist es dann doch wohl eher der Doggy. Er frisst so herrlich viel…
Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Franko: Wir versuchen klassischen Pop wie den der Beatles, der Beach Boys oder von Blur in einem modernen und tanzbaren Gewand zu präsentieren. Uns ist es wichtig Gefühle authentisch zu vermitteln, sowohl musikalisch als auch textlich. Wir lieben Melodien und den Klang von organischen Instrumenten wie Gitarre und Schlagzeug.
Lenny: Genau! Die Musik ist zu vergleichen mit einem Gemälde, bestehend aus vielen bunten Farben, die aber nicht immer nur wirr angeordnet sind, sondern auch bewusst ihren Platz haben.
Wie habt ihr euch kennen gelernt?
Franko: Talking Pets hat als ein Projekt von Lennart und mir angefangen. Wir beide haben schon in einer früheren Band zusammen gespielt und waren es Leid, uns durch schrille Klamotten und Bühnenshows in Münchens Musikszene hervorzutun. Es klingt vielleicht esoterisch, aber wir wollten zu uns und unserem Sound finden. Wir sind eher kindische, unaufgeregte Typen, denen der Song sehr wichtig ist. Als wir unser erstes Album, dann bei unserem Studienfreund und mittlerweile Keyboarder Jonas aufgenommen haben, und Chris noch den Bass beisteuerte, wollten wir das ganze auch als Band auf die Bühne bringen. Chris kenne ich seit ich sechzehn vom Schwarzen Brett eines Jugendzentrums.
Eure All-Time-Favorite-Songs?
Franko: Diese Frage kann wohl nur jedes Bandmitglied für sich beantworten und selbst dann ist sie noch extrem knifflig. Für mich ist es wohl „A Day in the Life“ von den Beatles.
Lenny: So etwas ist immer brutal zu beantworten, aber rein aus Gefühl heraus würde ich sagen: “What’s My Age Again?” von Blink 182.
Mit welcher Band würdet ihr wahnsinnig gerne mal zusammen arbeiten?
Franko: Wenn sie sich wieder verstehen mit Blur.
Lenny: Wow, was glaubst du, was da erst für Gemälde rauskommen werden…
Darum ist München besser als Berlin oder Köln….
Franko: Ich weiß nicht, ob München besser ist als Berlin oder Köln. Es ist auf jedenfalls sehr schön fürs Auge, vor allem im Sommer. Das Vorurteil, dass man von München bezüglich des Reichtums und der Oberflächlichkeit der Leute hat, ist natürlich bis zu einem gewissen Grad richtig. Aber München ist eine, wenn auch kleine, Großstadt und da ist das soziale und intellektuelle Spektrum natürlich schon breit gefächert. Genau wie in Berlin nicht nur revolutionäre Freigeister rumlaufen und in Köln nicht jeder Karnevalfan ist, so fährt auch in München nicht jeder Porsche. Wir leben eigentlich ganz gerne hier und genießen die südliche Lebensqualität.
Lenny: Ja klar! Und in vier Stunden bist du am Gardasee und kannst genüsslich die besten Pizzen der Welt schmatzen. Das ist doch fein.




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