Micha gegen den Vulkan

Gestern erzählt mir ein Freund während eines Abendessens von seinem Urlaub. Braungebrannt und gutgelaunt. Wieder. Es war eine Eyjafjallajökull Story. Denn der “Inselberggletscher” auf Island hatte dafür gesorgt, dass er seinen Aufenthalt in Marokko zwangsläufig verlängerte, und verlängerte, und sich dann, als ihnen das Ausmaß des Flugverbotes klar wurde, mit seinem Mitreisenden auf dem Landweg zurück nach Deutschland gemacht. Für die Strecke von Casablanca nach Berlin, das sind 2630 Kilometer Luftlinie, oder ca. 3 Flugstunden, haben sie 4 Tage benötigt. Oldschool mit Bus und Bahn. Warum kein Mietwagen? Weil während des Flugverbotes die Mietwagenpreise im südlichen Europa offensichtlich schlagartig in den 1500 Euro pro Tag Bereich gestiegen sind. Deswegen wurde es der 150 Euro Seelenverkäufer Bus von Casablanca, der dann in Spanien halb brennend liegenblieb. Weiter mit dem spontan gecharterten Minibus nach Madrid, usw. Wenig Schlaf, viel “rumchecken”. Als krönender Abschluss dann der ICE aus Paris, inklusive Schaffner namens Herzlos-Unfreundlich (wenn ich Bahnchef wäre hätte ich das Flugverbot für eine Riesen-Charmoffensive genutzt). Wie dem auch sei. Der Himmel gehört wieder den Fliegern, und statt einer Asche- hängt eine Kerosin-Wolke über Europa.

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