Magazine Overdose

Balance is everything

Nicht die Lampen sind es. Auch nicht die Zottelteppiche oder die Regalbretter. Es sind die Printmedien, die am schnellsten zum Staubfänger werden. Wenn man tatsächlich versucht, das meiste von dem, was einen interessiert, auch zu lesen, dann, so glaube ich, verliert man früher oder später den Verstand. Den Anspruch tagtäglich eine aktuelle Tageszeitung durchzuwälzen, habe ich dabei nicht mal! Aber mit der Electronic Beats ist da schon mal ein vierteljährlich erscheinendes und mit Intro und Proud sogar noch zwei monatlich erscheinende Magazine, die ich im Grunde immer lese. Dann wäre da noch hin und wieder die erst kürzlich re-designte Eigen Art. Allesamt liegen sie kostenlos in der ganzen Stadt aus. Das Stadtmagazin meiner Wahl ist immer mal wieder der PRINZ. Dazu gesellen sich fast jeden Monat noch die brand eins, jede Woche einmal DIE ZEIT und wenn man tatsächlich mal ein paar Groschen übrig hat am Besten noch die SPEX. Geht es nur mir so oder leiden wir nicht alle unter diesem Überangebot? Ähem, man hat gar keine Zeit mehr zum Bücherlesen.. ; ) Und das waren jetzt nur die Printmedien. Denn mal ehrlich, wer klickt denn nicht auch bei der Arbeit mal auf Spiegel Online oder Pitchfork oder eben dem Lieblingsblog herum? Selbst mein E-Mail-Postfach ist eine Art Zeitschrift geworden, seitdem es RSS-Feeds gibt. Boooom, Fffffound und Co. liefern schließlich wirklich immer wieder tonnenweise spannenden Inputs-

Klar, viel zu lesen, das ist schön. Die Zeit dafür zu haben ist purer Luxus. Aber wenn man am Ende gar nicht mehr hinterherkommt bei all der Lektüre, kann das auch frustrieren. Schließlich hat man ja in vielen Fällen auch Geld dafür bezahlt. Und wenn nicht, dann leidet man doch wenigstens unter dem Gefühl, dass einem vielleicht genau mit dieser Ausgabe besonders wertvolle Neuigkeiten entgehen könnten. Ich muss sagen, Podcasts habe ich noch nicht ausprobiert. Die könnten einem ja vielleicht einen Teil der ewigen Informationsflut vom Hals halten. Doch zugunsten von Podcasts auf die tägliche Dosis Musik zu verzichten ist wiederum auch schmerzhaft… Hm, ist am Ende vielleicht doch jenes vermaledeite iPad des Rätsels Lösung?!

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text & photo by Eugen Braeunig

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