
Streifen wir den Winter innerlich mal so langsam ab. Und wagen wir uns wieder hinaus in das mit einem Mal doch nicht mehr so kalte Berlin. Es gibt allen Grund dazu – denn kulturell ist in zahlreichen Institutionen der Stadt wieder so einiges an Neuem und Lohnenswertem im Programm! Wer nur ein paar Minütchen seiner Aufmerksamkeit entbehren kann, findet nachfolgend eine Auswahl äußerst interessanter Eventtipps:
text & graphic by Eugen Braeunig
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Ein meteorologisches Klagelied
Grauer Himmel und ein paar einsame Schilder am staubigen Straßenrand. Doch der Schein trügt. Denn dieses Bild ist tatsächlich auf einer Reise entlang der Ostküste vor fast genau 2 Jahren entstanden. Wir waren unterwegs nach Florida und es wurde von Tag zu Tag schöner, sonniger, wärmer..! Und das mitten im Dezember.. einfach traumhaft. Wie gerne würde man bei solchen Erinnerungen auch in diesem Winter wieder das Berliner Grau gegen ein Key-West-Himmelblau eintauschen. Leider nicht möglich: Stattdessen schneit es immer weiter. Angeblich bräuchten wir im Augenblick mindestens 5 Tage am Stück mit über 5° C damit das Eis verschwindet. Doch im Augenblick halten sich die Temperaturen nur mit Mühe und Not über Null.

Argh, wie sich das schon liest (auf wetter.com): morgens leichter Schneefall, mittags leichter Schneefall, abends leichter Sprühregen, nachts leichter Sprühregen : (
Und so geht es auch in den nächsten Tagen weiter: Berlins Häupter und Dächer werden mit leichtem Regen, Regen, tiefhängenden Wolken, bedeckten Aussichten und ähnlichen Malheurs gequält. Haben wir das denn nach 4 Monaten noch immer verdient?!
Es folgt der Beweis, dass es Berlin auch in richtig schön und nicht nur in absolut deprimierend und GRAUenhaft gibt. Für all diejenigen die hin und wieder daran erinnert werden müssen ; )
http://www.vimeo.com/9424588
text and photo by Eugen Braeunig
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Das Neue in die Straßen tragen

Wer endlich Sommer will, der sollte nicht warten, bis Petrus sich auch danach fühlt. Viel mehr sollte man sich die farbenfrohen neuen Kollektionen verschiedenster Modelabels zu Herzen nehmen!
Spring/Summer Collections
Transparente Stoffe treffen in diesem Frühling häufig auf wässrig-helle Farben. So zum Beispiel bei DEM Modegott vieler Damen - John Galliano. Ebenso pastellig sehen die leichten Trenchcoats, Jacken, Shirts, Stoffhosen und Taschen aus dem Hause Burberry. Lustiger Weise werden diese ürbigens durch Emma Watson beworben. Die junge Schauspielerin kennen viele eher in der Rolle der besten Freundin Harry Potters. Zurück zur Mode: Spannend ist auch die neue Acne Kollektion, die z.B. mit Gold und Beige besticht. Ähnlich ist es bei Chloé – nur alles in allem wesentlich konservativer..
Die Zukunft der Mode ist ein weites Feld
Daher möchte ich in allem, was über dieses hoffentlich wirklich so farbenfrohe Frühjahr hinausgeht, das Wort lieber mit Hedi Slimane an einen echten Experten weiterreichen. Der ehemalige Chefdesigner im Hause Dior, Fotograf und Künstler gibt in diesem Interview einen umfangreichen Einblick in diese und ähnliche Fragen.
text & graphic by Eugen Braeunig
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“Open your face and make words”

Worte sind vielleicht das mächtigste Werkzeug, dass uns als Menschen gegeben ist. Oder nicht? Mit ihnen können wir beschreiben, kritisieren, uns mitteilen,… sprich: kommunizieren. Die Gradwanderung zwischen einem mächtigen Begriff und einem, naja, ausgelutschten ist manchmal nicht sehr groß. Gerade wir als Blogger merken das häufig. Man stellt sich immer wieder die Frage nach dem richtigen Begriff, einem noch besseren Synonym, etc. Am Ende stellt man dabei jedoch nicht selten fest, dass manches Wort einfach noch der Gestik und Mimik bedarf. Sonst bleiben die Worte leblos und somit: unbeachtet, was schade ist!
Außerdem sind wir Menschen doch sehr visuelle Tierchen. Im Internet scrollt man sich durch die Seiten. Hier und da bleibt man bei einem Bildchen hängen. Und vor allem klicken wir immer lieber auf ein Video, anstatt großartig Texte zu lesen. Faulheit?! Nun ja, Hören und Sehen sind schlicht und ergreifend einfacher als Lesen. Bei Letzterem muss das Köpfchen die Bilder schließlich noch ganz alleine produzieren.. Dazu fehlt uns letztendlich ja auch oft genug schlichtweg die Zeit ; )
Also, zynisch das jetzt wirken mag, hier ist noch ein besonderer Videofund passend zum Thema:
http://www.vimeo.com/8185966
Die Musik stammt übrigens von Kelly Meador und Daniel Elwing. Als musikalisches und künstlerisches Duo Impactist haben sie diese schöne visuelle Botschaft zur Promo ihrer grandios betitelten EP “Open Your Face And Make Words” erstellt. Mehr von den beiden findet ihr HIER.
text and graphic by Eugen Braeunig
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Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihr vernünftiger seid, als die Flatrate-Bischöfin, und das ihr Comedy vom echten Leben unterscheiden könnt. Dann werdet ihr viel Spaß an Funny or Die´s Drunk History Geschichtsstunde haben. Das Konzept ist einfach – der Interviewte hat mehr getrunken, als ihm oder ihr gut tut, und versucht in diesem Zustand einen historischen Event mehr, oder weniger akurat zu erklären. Der angeschwipste O-Ton wird mit Szenen im Doku-Stil gemischt, und auf die Dialoge geschnitten. In dieser Episode wird die Geschichte der Sklavin Oney Judge. Sie diente unter George Washington (Danny Mc Bride), und galt als “Lieblings-Sklavin” des Präsidenten und seiner Frau. Ihre Flucht in die Freiheit hat zur Folge, dass ein gekränkter George Washington ein Gesetz erlässt, dass die Kinder von geflohenen Sklaven zum Eigentum der ursprünglichen Herren macht. In weiteren Episoden geben sich Micheal Cera oder Jack Black ein Stelldichein. Trotzdem nochmal für alle: Don´t drink and drive, just talk.
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Einblick in den Kurzfilm “Mauerpark Berlin”
Für die einen ist er ein Abenteuerspielplatz, ein Feld für Experimente, auf dem man sich trauen kann, mal neue Ideen zu verfolgen, für andere ist es “ein Gewächshaus im mehrdimensionalen Sinne”, “‘ne große Hippiefläche”, “…einfach ein Teil von uns” oder um’s ganz präzise zu sagen “jung, alt, Ost, West, arm, reich”.
Auf dem YouTube Channel des Vereins Mauerparkfreunde e.V. wird man gleich auf mehrfache Weise dazu angehalten und ermuntert, ebenfalls dem Motto “Gestalte Deinen Mauerpark mit guten Ideen.” zu folgen. Das Ganze ist eine Gemeinschaftsaktion von Nicole Walter, Martin Wittlich, Alexander Mayer, Fabian Mellenthin, Thomas Furlong, Matthias Gauerke und Alexander Puell, welche ganz konkret vor allem das Ziel verfolgen, anstehende Veränderung im Park mitzugestalten. Zitat: “Der Mauerpark wird sich verändern. Der Park wird grösser aber an seinen Rändern wird möglicherweise gebaut.”
In verschiedenen Playlists wie den “Voices of Mauerpark”, “Mein Mauerpark”, “Musik” und “Karaoke” kommen ganz unterschiedliche Stimmen, Impressionen und Ideen rund um diesen so eigenwillig gewachsenen Ort endlich mal zu Wort.
text by Eugen Braeunig
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Ins Fegefeuer der Eitelkeit könnte einen die Website Please Rob Me bringen. Gedacht als Denkanstoss, legt die Website gnadenlos die Schwäche der mobilen Generation frei. Denn durch das Mitführen eines Mobiltelefons mit GPS Empfänger verrät man gegebenenfalls sehr schnell, wo man sich befindet. Beispiel eines solchen Twitter Status Updates von einem Mobiltelefon:
@ryanthng left home and checked in 26 minutes ago: I’m at HarbourFront MRT Station (HarbourFront MRT Station, Singapore).http://4sq.com/8Qe26n
Also das entspricht im Web 2.0 in etwa der Ansage auf dem Anrufbeantworter, man sei im Urlaub, und komme erst in 3 Wochen wieder. Nicht erst seit dem Bekanntwerden, dass Häftlinge über Facebook ihre Opfer weiterhin bedroht hatten, ist klar, dass man seine Privatssphäre nicht zu leicht preisgeben sollte. Watch it people!
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http://www.vimeo.com/9378525
Keiner da in Kanada? Von wegen. Stop Motion Artist Julien Vallée aus Montreal erweckt das Chaos/die heiligen Ordnung auf dem Schreibtisch zum Leben, und bringt ihr das Tanzen bei. Schritt für Schritt. Schönes Bild für einen chaotischen Montag, wo man sich auf seine Arbeit erstmal wieder neu “eingrooven” muss. Das “Experiment mit Dingen des Alltags” DanseDance ist ihm auf jeden Fall sehr gut gelungen. In seinem Portfolio auf Vimeo finden sich noch andere tolle Arbeiten, unter anderem für die New York Times und MTV, oder schaut auf seine stylische Website für ein paar Inspirationen. Es ist zwar Montag, aber bald ist Frühling! Und dann kommen die Farben so kräftig und saftig zurück wie in dieser schönen Arbeit von unserem talentierten Kanadier.

Via Urlesque
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http://www.vimeo.com/9556930
Dieses Mal haben wir uns ruhigeren, weniger dem House huldigenden Klängen bedient. Allerdings auch diese aus der Hand der talentierten französischen Electro-Pop-Sängerin Ninca Leece (siehe auch: diese Woche Interview gepostetes Interview mit der Dame). Die Bilder aus dem hektischen Treiben des Berliner Hauptbahnhofs verlieren dadurch wahrscheinlich an Echtheit. Alles wirkt wie ein harmonischer Fluss, in dem man gerne innehält. Die Realität sieht anders aus. Aber genau das ist ja manchmal der Witz am Medium Film. Es bietet sich die Möglichkeit, die Wirklichkeit auf den ersten Blick ganz und gar echt erscheinen zu lassen zu lassen und sie dabei doch zu manipulieren, sodass wir sie letztendlich anders wahrnehmen.
text by Eugen Braeuni | video by Eugen Braeunig, Ivo Schmid and Johannes Arndt
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http://www.vimeo.com/9392135
Gutes Design ist immer auch Problemlösung. Conor Klein möchte den Stromverbrauch reduzieren der entsteht, wenn wir unsere Gadgets aufladen. Denn normalerweise klemmen wir Handy, Laptop, Kamera, Nintendo oder Playstation an eine Steckdose, und vergessen die Teile, bis uns einer anruft. Derweilen sind aber die Akkus schon lange wieder voll. Strom fließt trotzdem, und wird sinnlos verplempert. Also hat der Designer sich ein Pfui-Bäh Beispiel aus der Natur genommen. Das Blutegel! Englisch Leech genannt, saugt der Parasit aber tatsächlich nur solange, bis er satt ist. Dann fällt er ab. Solange mag ein Mensch in der Regel nicht warten. Aber in diesem Kontext ist die Idee ganz große Klasse.
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