Gute Voraussetzungen

Silvester liegt knapp hinter uns und nun geht es für die Stadt ans Aufräumen. Die arme BSR! So (schön) viel zu tun wie diese Damen und Herren haben allerdings längst nicht alle Menschen in Deutschland. Trotzdem: Zwar sind die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahr (2008) mit 3,325 Mio. um rund 220 000 höher, nichtsdestotrotz muss jedoch festgehalten werden, dass in Deutschland von einer tatsächlichen Wirtschaftskrise bislang noch lange nicht die Rede sein kann. Die Prognosen verschiedener Wirtschaftsexperten sehen eine solche Entwicklung auch im neuen Jahr nicht in dramatischem Tempo auf uns zurollen. Vor allem in Berlin soll die internationale Krise sich im Vergleich mit dem Bund eher verhalten auswirken.

2010 – das ist eine schöne, runde Zahl. Insofern lädt dieses Jahr geradezu dazu ein, einmal Bilanz zu ziehen: Und für Deutschland sieht diese im Grunde gar nicht so schlecht aus. Die Inflationsrate hat seit den 90ern von über 2% auf 1,6% leicht abgenommen. Mit dem Bruttosozialprodukt verhält es sich umgekehrt. Dieses liegt mit über $ 30 000 je Einwohner (nur zum Vergleich – im Kongo sind es lediglich $ 204) weitaus höher als noch vor 10 Jahren. Deutschland ist gemeinsam mit Österreich, Belgien und Luxemburg das Einwanderungsland schlechthin in der EU. 87% der Einwanderer leben sehr gern in Deutschland – ein klares Zeichen dafür, dass die Lebensqualität hier sehr hoch ist. Und so kommt es auch, dass Deutschland im internationalen Ranking der Lebensqualität durch die Vereinten Nationen Platz 22 belegt.

Nur die Berliner meckern trotzdem gerne und sind laut Umfragen immer noch recht unzufrieden mit ihrer Stadt. Anders hingegen die Menschen in Starnberg, wo mit 86,1% zufriedenen Bürgern nämlich die glücklichsten Deutschen zu leben scheinen. Möchte man allerdings in einer Großstadt bleiben, sollte man sich den Umfragen zufolge am ehesten an Stuttgart oder München, Köln oder Hamburg halten.

text & photo by Eugen Braeunig

12:21 PM 5 Januar 2010
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