Böse Vorahnungen

Was uns womöglich auch 2010 nicht erspart bleibt

Schlechte 1&1 Werbespots, Twitter-Hasstiraden (so berechtigt sie sein mögen, unerträglich sind sie doch), unverständliche Feuilletonartikel in deutschen Tageszeitungen, blinden Pandemiealarm in allen Medien, hässliche Produktdesigns als Hauptmerkmal für Lebensmittel mit fairen Preisen, Hiobsbotschaften aus Nahost, Stammtischdebatten über Deutschland und die Migration, Gentrifizierungsgelaber von Seiten derer, die daran am meisten Schuld tragen, unnötiger Streit mit Menschen, die einem eigentlich sehr lieb sind, eine ins unermessliche wachsende Liste favorisierter Blogs und Sites sowie abonnierter Newsletter und RSS-Feeds, noch mehr YouTube-Erklärbären, die meinen, der Menschheit mit ihren täglichen Ergüssen bislang noch gefehlt zu haben, Wartezeiten auf Provinzbahnhöfen, Wartezeiten in Berlin, nervige Hypes und großes Bohei um Dinge, die ohnehin immer wiederkehren (wie z.B. Silvester), akuter Mangel an WIRKLICH guten Komödien in der internationalen Kinolandschaft, Fortbestehen der GEZ, nicht nachvollziehbare Entscheidungen städtischer Planungsämter, die im vergangenen Jahr begonnene Reihe zahlloser internationaler Gipfeltreffen und Konferenzen setzt sich bereits am 27.01. in Davos mit dem Weltwirtschaftsforum fort, es bleibt bei zu viel öffentlichem Pessimismus sowie von vornherein zum Scheitern verurteilten Resümierungsversuchen in Blogbeiträgen wie diesem

text by Eugen Braeunig

7:00 AM 4 Januar 2010
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