Club Transmediale 2010

http://www.vimeo.com/8581934

Ab heute steigt die Media-Art-Event Dichte in der Hauptstadt wieder schlagartig an, denn der Clubtransmediale eröffnet. Konzerte, Performances, Workshops rund um Sound und Bild und die Kunst daruas, können in drei Locations in Mitte besucht werden. Studiert das CTM Programm in Ruhe und sucht euch eure Highlights aus, es gibt wirklich viel Tolles zu erleben. Mein Must-See Konzert/Performance/Happening/Record Release wird Planning To Rock heute Abend im WMF. Seit Jonni Dogday mir damals von Planning to Rock erzählte, während  er ihre Tour-Shirts druckte, hat sich Janince Rostron mit ihren multidimensionalen Konzerten einen sehr guten Namen als Live-Performerin erarbeitet. Do it! Und nach ein paar Tagen CTM und A-Maze – das Mini-Festival zur Konvergenz von Videogames, Music und Kunst, seid ihr dann hoffentlich für die alterwürdige Transmediale genug vorgebildet. Die startet nämlich nächste Woche. So much to do!


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Daumenkino

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Der kleine Hand-Ninja hier strengt sich wirklich mächtig an. Er wärmt sich auf, stretched sich ordentlich, Liegestütze und Sit-Ups. Vergebens. Am Ende wird er erst von seinem Erzfeind Watchman richtig gedemütigt, um dann von einem Riesenvogel an allen vier Gliedmaßen amputiert zu werden. Grausame Welt. Das kichernde Mastermind im Hintergrund, angeblich ein koreanisches Mädchen, hat hier auf jeden Fall eine Blaupause für einen viralen Spot geliefert, und einer Werbeagentur eine Idee. Daumen hoch.


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Das beste Berlin von allen

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Nicht Berlin, New Hampshire, nicht Berlin, Connecticut, Wisconsin oder Massachusetts, sondern Berlin, das Bundesland in good old Germany. Selbst wenn Flickr bei der Suchanfrage “Berlin” im Location Search Engine zunächst auf 48 Ergebnisse für unser dickes B kommt, ist Berlin, Berlin natürlich an der Spitze der Liste. Sozusagen das beste Berlin von allen : )

Seitdem Yahoo’s Bildservice Flickr vor 3 Jahren mit der Geotaggingfunktion an den Start ging, hat sich viel getan. Damals wurden bereits in der ersten Stunde über eine Millionen Bilder verortet. In unserem Berlinsind es bis heute allerdings erst gut 566 000 Bilder, die mit ihrem Entstehungsort vertagged wurden. Aber wer beispielsweise ein iPhone besitzt, ist bestens gerüstet, die schwarzen Löcher in den digitalen Karten seines Kiezes zu schließen. Was ich noch nicht so ganz verstehe, ist warum sie einem auf den Flickrkarten nicht gleich alle (oder zumindest ein paar mehr) Bilder auf der Berlinkarte angzeigen.. Stattdessen sieht man einige direkt auf der Karte, andere in einer Art endlos nach links und rechts scrollbaren Leiste am unteren Bildrand. Diese kann man sich nach den Kriterien “interesting” und “recent” sortieren lassen. Probiert selbst mal und reflektiert das virtuelle Abbild von Eurem Kiez im Netz.

text & graphic by Eugen Braeunig


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Geo(ab)bilder unserer Welt

Für diesen Beitrag soll es einmal ganz bewusst KEIN BILD geben. Daher bitte hier klicken: Denn darum soll es im Anschließenden gehen.

Na, seht Ihr die Karte? Nun, es ist längst nichts gänzlich Neues mehr, aber trotzdem mal interessant, sich mit diesem Phänomen zu beschäftigen: Der image sharing service Flickr kam irgendwann auf die grandiose Idee, dass User Ihre Fotos mit den Orten verlinken können, an denen sie diese aufgenommen haben. Oder waren auch hier in Wahrheit wieder einmal die ohnehin die Weltherrschaft-an-sich-reißen-wollenden, fiesen Smarties von Google die Ersten? Zugegeben, ich weiß es nicht. Im Netzjargon gemeinhin alsgeotagging, geoimaging oder geocoding bezeichnet, entstammt das Verfahren ursprünglich dem Vorgang der Georeferenzierung. Hinter diesem Begriff wiederum verbirgt sich im Grunde nichts anderes, als dass man einen Datensatz erstellt, dessen Informationen raumbezogener Natur sind. Richtig, Koordinaten sind gemeint. Und das ist nicht nur was für Wissenschaftler oder Experten irgendeiner Art – alle können wir mitmachen – und tun es längst voller Eifer und (wie sollte es im Web in seiner derzeitigen Form auch anders sein) völlig entgeldfrei.

Allein bei Flickr laden rund um den Globus ca. 40 Millionen User um die 5000 Fotos pro Minute auf die Server der Durchblätter-Community und haben nicht nur die Möglichkeit ihre Bilder mit kategorischen Tags zu versehen, sondern diese außerdem ihrem Entstehungsort mit einem Tag zuzuordnen. Was einst wohl nur für Raum-, Umwelt- und Verkehrsplanung interessant bzw. überhaupt zu einem gewissen Grade möglich war, haben durch das Web 2.0 die Massen für sich entdeckt. Erleichtert wird geotagging bereits in der ersten Instanz, im Inneren dieses fabelhaften, bildgenerierenden Instruments namens Kamera. Denn längst sind bereits viele der neuen Modelle der Marktführer Canon, Nikon, Fuji und Co. dazu in der Lage, bereits bei der Aufnahme eines Bildes seine Verortung in den Metadatensatz des Digitalfotos einzubetten.

Aber noch einmal zurück zum Web: Auch die Wikimedia Foundation scheint von der Idee begeistert, Informationen (in ihrer Summe = Weltwissen) nicht mehr länger nur schriftlich festzuhalten. Na klar, auch heute kann man sich mit einem gewissen Aufwand beispielsweise Fotografien von Bauwerken aus einer bestimmten Region heraussuchen, um sich so ein Bild von der lokalen Architektur zu machen. Und da der Mensch stets nach Rationalisierung, sprich Vereinfachung strebt, ist es nur logisch, dass Wikipedia auch solche Arbeitsprozesse mit seinen enzyklopädischen Mitteln praktikabler gestalten will. Was auch sonst? Ist die Zukunft dann ein Visuelles Lexikon (Media with location | WikiMiniAtlas | Commons: Geocoding)?! Ein virtuelles Abbild der realen Welt; Second Life meets The Real World (plus noch… etwas, was die Mischpoke gehaltvoll macht) und heraus kommt eben Life: Depicted in our Second Real World. Zunächst einmal in Form von Standbildern (Fotos also), dann mit Videos und irgendwann mit Live-Streaming von in real-time übertragenen Satellitenvideos… Ist das jetzt geil oder gruselig?! -Ich fürchte eher letzteres (und widersprüchlicher Weise bin ich trotzdem irgendwie ein Fan dieses Geotagging-Dings..)

Nun, vielleicht ja auch alles Nonsense und Papperlapapp – aber man darf ja mal ein wenig herumspinnen. Fakt ist, dass mit dieser Technologie bereits heute so einiges möglich ist. Und wer weiß, vielleicht erleben wir ja genau dadurch noch eines Tages unser blaues Wunder-

text by Eugen Braeunig


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Zehn Lieblingsorte

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Frisch zusammengestellt, ein paar Lieblingsorte in Berlin. Vielleicht ist ja auch das Eine oder Andere dabei, was ihr noch nicht kennt.. Oder ein Ort an dem Ihr lange nicht mehr gewesen seid?! Denn auch einen Ort wiederzuentdecken kann ja bekanntlich viel Freude machen…

text & video by Eugen Braeunig


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Augmented Baumwolle

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Diese zeitgemäße/crazy-sexy Idee stammt vom schwedischen “Magazin” T-Post. Das Ganze in Anführungszeichen, da es in erster Linie kein physikalisches Papierheft ist, sonder viel mehr ein T-Shirt. Yup. Alle 6 Wochen gibt es eine neue “Ausgabe” zu einem Thema von Belang (für die Macher), welches dann von einem Visual Artist/Grafiker/Künstler Jersey-tauglich interpretiert wird. Der Text wird innen auf das T-Shirt gedruckt. Ausgabe 51 kommt als Augmented Paper-Scissor-Rock T-Shirt. Wer T-Post “lesen” will muss das Abo erwerben. Mui interessante!

Via Designyoutrust


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Fink Floyd

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Sound Künstler Céleste Boursier-Mougenot hat für die Barbican Art Gallery eine Installation mit einer Horde Zebra Finken und einigen elektrischen Instrumenten entworfen. Und obwohl hier unbewußte, instinktgetriebene Energie auf unbelebte (aber stromdurchflossene) Gegenstände trifft, hat man den Eindruck, man würde einem bewußten Konzept von Musik zuhören. Sehr interessant.

Via NeroBerliner

Kennt ihr Diego Stocco? Ebenfalls Sound Künstler mit Arbeitsgebiet Feld, Wald und Wiese. Auch hier gehört ein Häkchen hinter “interessant”! ODER: Kennt ihr den hier?

http://www.vimeo.com/5583313
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S.P.A.M.

Super-Penetranter-Alltäglicher-Müll

Automatisch generierte Phrasendrescherei die in gigalomanen Millionenschaften täglich auf uns einprasselt (von weltweit über 170 Millonen verschickten E-Mails pro Tag sind mit ca. 120 Millionen ca. 70% Spam Mails). So sollen Spam-Blocker umgangen werden. Die Spammer können anhand der abgelehnten Mails sehr einfach die Spreu vom Weizen trennen und herausfinden, welche Adressen tatsächlich existent sind. Immer wieder hört man in den Medien auch von E-Mail-Adressen-Weitergabe/Verkauf. So gab es beispielsweise vergangenes Jahr einen mittelgroßen Skandal, nachdem Kabel Deutschland Kundendaten an Call-Center und diese wiederum an Partnerfirmen weitergegeben hatten. Von Datenschutz keine Spur mehr.. Und schon hat man sie, die dem Empfänger unverlangt zugestellten mit ihrem häufig werbenden Inhalt (Quelle: Wikipedia).

Ein scheinbar nicht ganz auf den Kopf gefallener User kommentiert bei diesem YouTube-Video treffender Weise, “so…what the f**k are you trying to say? I got the message ..spam is somethimes funny, but i don’t see the point of the video (2 mins). is this a new way of spamming? publishing stupid videos?”

So muss man vielleicht auch zunehmend ein kritisches Auge auf sein eigenes Onlineverhlaten werfen – welche/wieviele Fotos muss ich tatsächlich in mein Social Network hochladen? Was bringen anderen meine ständigen Statusmitteilungen auf Facebook? Ist mein neues Video von der letzten Familienfeier tatsächlich von öffentlichem Interesse? Warum habe ich drei Blogs? Wer liest all die zehn Bulletins, die manch einer tagtäglich verschickt, um seine Party, das neue Video oder sonstige Aktivitäten zu bewerben?

text & graphic by Eugen Braeunig


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Ich bin dann mal weg

frank

Social Networking, Vernetzerin der Welt, und Vernichterin der Lebenszeit und Konzentrationsfähigkeit von Generationen. Next Stop: 24/7 Onlinepräsenz. Die Dichte von Facebook via iPhone/Mobile Posts schnellt in die Höhe, und wir, mitten drin. Das wird nicht jedem gefallen. Manche Leute werden ihren Hut nehmen, und einfach gehen. Klappe zu, Laptop tot. Aber, wie geht das? Wie reinigt man das Internet von seinem Aufenthalt? Fotos, Videos, Blog Posts, Verlinkungen, Tags, Backups auf irgendwelchen Barebones und Serverfarmen? Eigentlich nicht machbar, denn die Matrix vergisst dich nicht. Der Social Media Cleaner SUICIDEMACHINE.org verspricht in 52 Minuten genau dieses Ergebnis zu erreichen. Adieu Facebook, MySpace, Twitter und LinkedIn. Als ob man nie dagewesen wäre. Der Typ auf dem Bild macht diesen Job übrigens im “echten” Leben. Frank Ahern hilft Leuten zu verschwinden. Hier noch die Guided Tour, just in case. UPDATE: Facebook reagiert mit Unterlassungsklage gegen Suicide Machine und Seppukoo. Das sollten die mal besser lassen.

http://www.vimeo.com/8223187
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Heute: Don´t go breaking my Heart

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Fashion Week Freitag und Broken Hearts Club auf einmal hat schon die Seltenheit von einer totalen Sonnenfinsternis und Weihnachten am gleichen Tag. Wenn jetzt auch noch ein angekündigtes DJ Set von The XX dazukommt fehlen die Worte. Ich frage mich zwar wie die das alles auf Einmal hinkriegen wollen, da die ja noch das Astra heute 2x bespielen, aber die sind ja noch blutjung. Anyways. Demokratisch soll die Tür sein, keine Gästeliste, also früh kommen und Anstehen könnte also klappen. Um 22:00 gehts los. Glamor Outfit ist Pflicht, also gebt euch Mühe. Falls kein Reinkommen ist, könnt ihr eure glamurösen Körper auch zur Fashion Rock Night schleppen. Die Potipoti/Neo2 Party in der Bar Tausend kann ich leider nicht empfehlen, weil die Invite Only propagieren. Fragt sich nur, warum sie es dann überhaupt auf Facebook posten. Abzug in der B-Note. Viel Spaß heute Abend. Und als Tip: Bis zum Ende der Fashion Week ist der (mobile) Event Kalender von Modabot auf jeden regelmäßig zu konsultieren, denn da steht alles drin.

Via Modabot


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