Überlegt Euch das lieber 2x…
Boykottgedanken | Ein Plattenhändler auf abwegen
Schmale, hohe Fenster, draußen stets die farbigen, randvollen Kisten, das Ganze eingezwengt zwischen proppenvollen Cafés erinnert einen fast an das kleine Haus der Familie Little aus Stuart Little, wie es als einziges seiner Art zwischen den Hochhäusern verbleibt. Und es ist tatsächlich wahr, dass die Plattenläden hier mehr und mehr schwinden.
Leider trügt der Schein aber eben manchmal auch. Klar ist es bisweilen verlockend, einfach stehenzubleiben und bei dem im Freien aufgestellten Angebot mal durchzustöbern. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass man sich im Laden sehr schnell unwohl fühlt. Wie unfreundlich, herablassend oder gar verächtlich die Kunden hier teilweise behandelt werden, ist nicht mehr feierlich. Das wird einem beispielsweise auch HIER bestätigt. Ich habe selbst ähnliche Erfahrungen gemacht. Habe mich im Laden aufgehalten, lange durchgeschaut, letztendlich wollte ich jedoch nichts kaufen und musste mir dann ganz unangenehme und aufdringliche Sprüche anhören, die sich aus einer ganz blöden Mischung aus Spaß und Ernst des Ladeninhabers ergeben hat; von wegen ich dürfe jetzt den Laden nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen und das könne doch gar nicht sein, dass man bei seiner Wahnsinnsauswahl hier nicht fündig würde.
Ein totaler Boykott des Geschäfts ist trotzdem nahezu nicht realisierbar. Dafür kommt zu viel Laufvolk vorbei. Mein Lieblingsplattenladen hingegen, ein Stück weiter die Straße hoch, wurde in diesem Jahr leider Gottes von einem weiteren Späti ersetzt. So ungerecht kann das Leben sein-
Wir halten abschließend fest: Um die Kastanienallee 48 kann man durchaus einen Bogen machen! Dann lieber zu dem neben dem Eingang zum Babylon Mitte (gegenüber von der Volksbühne) – der ist ganz, ganz toll!



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