Hier gibt’s gebrannte Mandeln!

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Zwar hat vergangene Woche wieder der ohne Zweifel schönste Weihnachtsmarkt der ganzen Stadt am Gendarmenmarkt in Mitte aufgemacht, doch geht es einem nur mal um eine Handvoll gebrannter Mandeln oder ein paar Weihnachtskekse zur Stärkung im zähen Weihnachtsshoppingstress, dann ist man auch bei der hEISs BAR auf der Kastanienallee an der richtigen Adresse! Statt leckerstem Eis (wie sonst im Sommer) haben sich die Inhaber nämlich längst an die kalte Jahreszeit angepasst und die Kühltruhen vorerst im Hinterzimmer verstaut. Damit’s alle merken, wurde auch die Beschilderung dementsprechend angepasst (siehe oben). Wir dachten uns aber, wir tun unserer Lieblingseisdiele eine kleinen Gefallen und erwähnen’s hier auch nochmal.

Text & Photos by Eugen Braeunig


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Lieblingsort | Weinbergspark

»Goodbye beautiful day«

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Kennt jemand diesen wundervollen Song von Aviatic? Ich weiß gar nicht so recht, wie ich zu dem gekommen bin. “MusicGallery – Adult Alternative II” heißt die Scheibe, auf dem der drauf war. Aber spielt ja auch weiter keine große Rolle. Das ist so eins von den Liedern, die ganz schnell so einen Sog entfalten, dem man nicht entkommt. Sogleich schwelgt man in Erinnerungen. Die Melancholie legt sich wie eine warme Decke um deine Schultern.. Ich weiß, man soll nicht darin baden. Genauso wenig wie in Trübsal, Kummer oder Ähnlichem. Aber dieser Song ist so ein schönes Gefühlsbad.

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Bilder von endlosen Sommernachmittagen an einem meiner Lieblingsorte flackern vor meinem inneren Auge auf. Die Rede ist vom Weinbergspark. Und schon sehe ich mich nach den Bildern suchen, die an meinem Geburtstag im Juni entstanden sind. Wir waren gar nicht mal so wenige… Und es war einfach ausgelassen und schön. Man merke sich daher dieses Straßenschild da oben. Und wenn im Winter kaum noch Sonnenstrahlen zwischen den kahlen Ästen auf den Weinbergsweg fallen, dann können wir gewiss sein, dass die winterliche Durststrecke schon zur Hälfte überstanden ist. Dann hören wir ein weiteres mal diesen traurigschönen Song von Aviatic, um anschließend wieder etwas heiteres auf die Plattenteller zu legen. Wie zum Beispiel dies hier. Ein Stück für wahre (Brooklyn-) Dancingqueens und Discokings!

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Überlegt Euch das lieber 2x…

Boykottgedanken | Ein Plattenhändler auf abwegen

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Schmale, hohe Fenster, draußen stets die farbigen, randvollen Kisten, das Ganze eingezwengt zwischen proppenvollen Cafés erinnert einen fast an das kleine Haus der Familie Little aus Stuart Little, wie es als einziges seiner Art zwischen den Hochhäusern verbleibt. Und es ist tatsächlich wahr, dass die Plattenläden hier mehr und mehr schwinden.

Leider trügt der Schein aber eben manchmal auch. Klar ist es bisweilen verlockend, einfach stehenzubleiben und bei dem im Freien aufgestellten Angebot mal durchzustöbern. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass man sich im Laden sehr schnell unwohl fühlt. Wie unfreundlich, herablassend oder gar verächtlich die Kunden hier teilweise behandelt werden, ist nicht mehr feierlich. Das wird einem beispielsweise auch HIER bestätigt. Ich habe selbst ähnliche Erfahrungen gemacht. Habe mich im Laden aufgehalten, lange durchgeschaut, letztendlich wollte ich jedoch nichts kaufen und musste mir dann ganz unangenehme und aufdringliche Sprüche anhören, die sich aus einer ganz blöden Mischung aus Spaß und Ernst des Ladeninhabers ergeben hat; von wegen ich dürfe jetzt den Laden nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen und das könne doch gar nicht sein, dass man bei seiner Wahnsinnsauswahl hier nicht fündig würde.

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Ein totaler Boykott des Geschäfts ist trotzdem nahezu nicht realisierbar. Dafür kommt zu viel Laufvolk vorbei. Mein Lieblingsplattenladen hingegen, ein Stück weiter die Straße hoch, wurde in diesem Jahr leider Gottes von einem weiteren Späti ersetzt. So ungerecht kann das Leben sein-

Wir halten abschließend fest: Um die Kastanienallee 48 kann man durchaus einen Bogen machen! Dann lieber zu dem neben dem Eingang zum Babylon Mitte (gegenüber von der Volksbühne) – der ist ganz, ganz toll!

Text & Photos by Eugen Braeunig


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Die Zukunft des digitalen Raumes

Das Internet ist voller Phänomene, die wir tendenziell einfach nur hinnehmen, ohne uns ihrer Außerordentlichkeit bzw. vielmehr ihrer revolutionierenden Auswirkung, die sie auf unser Leben hatten, gewahr zu werden. Wer denkt schon noch groß an die Bezahlsoftware Encarta, die man bis zum Erscheinen der Wikimedia Foundation und damit der ersten freien Enzyklopädie überhaupt womöglich benutzt hat? Das ist Jahre her. Und der Übergang war schleichend. Doch diese Tripel-CD Box lag einfach irgendwann mal bei nahezu jedem unter’m Tannenbaum! Das ist natürlich nur ein Beispiel von vielen, bei denen eine “herkömmliche Technik”, ein “klassisches Medium” von frei gestaltbarer, von jedem jeder Zeit  und überall zugänglichen digitalen Services ersetzt worden ist. Die Open Street MapIMDBFlickr und Soundcloud sind nur ein paar wenige der unzähligen, ähnlichen Phänomene, die uns das World Wide Web rund um die Jahrtausendwende beschert hat.

Fakt ist trotzdem, dass ein Großteil der Nutzer sich nicht bewusst ist, warum es wie und durch wen so gekommen ist. Wie funktioniert sowas, wer denkt sich all das aus und warum kann ich die Ergebnisse seiner Arbeit dann sogar ohne Probleme vollkommen entgeldfrei nutzen?

Dass es da die Open Source Junkies gibt, die Denker, Planer und natürlich die Entwickler, und auf der anderen Seite eben all jene, die mit der neuen Technik entweder noch immer versuchen, überhaupt erst noch Frieden zu schließen und die, die sie einfach nur benutzen, stelle ich mir immer wie eine große Schere vor. Nur bin ich mir nach wie vor nicht sicher, ob sie in Zukunft noch weiter auseinander gehen oder sich vielleicht sogar eines Tages nahezu schließen wird. Meiner Meinung nach birgt die Antwort auf diese Frage noch ein weiteres Geheimnis. Sie deutet über sich selbst hinaus und könnte uns vielleicht sogar verraten, wie die menschliche Kommunikation in Zukunft überhaupt aussehen wird. Werden wir alle eine Sprache sprechen (eine Sprache des digitalen Raumes)? Werden Wissen und Informationen, Nachrichten, Meinungen, Kommentare, etc. letztendlich gleichberechtigt sein und von jedem für jeden verständlich, ganz und gar frei kommunizierbar sein? (die Liste der weiteren Fragen ist lang..) Werden sich auf Dauer immer permanenter irgendwelche devices zwischen uns Menschen schieben und die direkte Wahrnehmung von Angesicht zu Angesicht am Ende gar regelrecht verkümmern?

Letzte Frage: Was von all dem ist tatsächlich erstrebenswert? -Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die Welt mehr kluge Menschen braucht, die sich mit diesen Fragen beschäftigen.

P.S.: Ich bitte um Entschuldigung für meine etwas holprige Artikulation heute Nachmittag. Ich werde das Gefühl nicht los, dass das in irgendeiner Weise mit diesem bleischweren, grauen Himmel zusammenhängt…

text by Eugen Braeunig


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Alles über meine Blumen

Von kitschigen Briefmarken und rührseligen Novellen

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Blumen sind nichts anderes als hübsche Pflänzchen mit Blütenstand. Ja,… klar. Weiß jedes Kind. Sie eignen sich vorrangig zum Dekorieren von Esstischen, Verschenken an Omis und Eltern, Benebeln der Sinne alter Hippies, Betören von Frauen und natürlich dazu, um sie an sich ganz einfach zu Bewundern.

“Blumen” nennt sich jedoch auch eine Dauerbriefmarkenserie der Deutschen Post AG, die seit dem 3. Januar 2005 durch besonderen Kitsch und damit überdurchschnittliche Obsoleszenz (“natürliche Veralterung eines Produktes” -Wikipedia) besticht.

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Aber jetzt mal ernsthaft: Vor 115 Jahren und ein paar Tagen hat ein gewisser Herr namens Arthur Schnitzler, den hoffentlich der Eine oder Andere noch aus dem Deutschunterricht kennt (Liebelei, Anatol, Traumnovelle, …), in der Wiener Zeitung “Neue Revue” eine Novelle mit dem Titel “Blumen” herausgebracht.

Schnitzler ist einer meiner liebsten Erzähler überhaupt. Ein psychologisch scharfsinniger Dramatiker, der in dieser Geschichte einen Mann in die Rolle des Ich-Erzählers schlüpfen lässt, der, von Liebeskummer gepeinigt, von seiner Verflossenen berichtet. Von ihr erhält er nach der Trennung Monat für Monat einen Karton mit Veilchen und Nelken zugeschickt. Wir können uns also denken, dass auch die Dame kein ganz reines Gewissen hatte. Vielleicht hat sie ihn aber auch ganz einfach – allen Umständen zum Trotz  - nie so ganz vergessen können. Und so ließ sie jenen Knoten in ihrem Herzen aus Nostalgie, Wehmut und Kummer allmonatlich durch die, wie um Vergebung bittenden, Blumen Gestalt annehmen. Doch als auch sie stirbt, wollen die regelmäßigen Blumenzustellungen nicht abreißen…

P.S.: Erst vor ein paar Tagen habe ich auf dem Nachhauseweg gesehen, wie eine Frau einem Mann eine Blume geschenkt hat. Sie gab ihm eine lilafarbene Gerbera und es war irgendwie sehr schön, seine verlegene Freude darüber zu beobachten.

text & photos by Eugen Braeunig


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Was für die Abendstunden

Café Galão (ganz oben) und darunter das Nachbarsrestaurant Yumcha Heroes

Laub & Frey – stylish, nicht überfüllt, gemütlich, freundlich, gut.

103 – an der Ecke von der Kastanienallee zum Zionskirchplatz. Gutes Drinkspektrum, angenehme Leute. Nie verkehrt.

Morning Glory – ist noch ziemlich neu, dazu sehr süß gemacht mit vielen unterschiedlichen Leckereien für kleinen bis mittleren Hunger.

Text & Photos by Eugen Braeunig


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Brüderchen & Schwesterchen

Gedanken zum Berliner Winter

Jetzt ist er wahrscheinlich da. Der Winter. Zumindest denke ich das, wenn ich in der S-Bahn sitze, wenn mich ein Freund fragt, wie weit es noch zu meiner Wohnung sei, wenn meine Schuhe zum unzähligsten Male durchgeweicht von der Nässe sind, wenn ich mir nach dem ersten noch einen zweiten Schal umbinde und wenn ich morgens ein schönes T-Shirt aus dem Schrank nehme, das unter meinem Pulli ohnehin den ganzen Tag kein Mensch zu Gesicht bekommen wird. Man merkt es, wenn man sich bei sehnsüchtigen Gedanken an den Park erwischt, wenn man vergeblich versucht, sich diesen angeblich Wärme spendenden Himmelskörper namens Sonne vorzustellen. Und als ich eine SMS aus Rom bekomme, fange ich an mich zu fragen, warum ich überhaupt noch hier bin. Die Antwort lautet: Ich brauche das. Ja, so dämlich das klingen mag, aber wahrscheinlich brauchen wir alle das. Und warum? Weil uns, von einem akuten Mangel an Weihnachtsstimmung und Lust auf Wintersport mal abgesehen, des Sommers Schönheit nicht nur selbstverständlich werden würde. Nein, wir würden von vornherein gar nicht erst in diesem Maße in den Bann jenes Sommer-Sonne-gute-Laune-Zaubers geraten, würde uns nicht alljährlich sein raues Brüderchen, der Winter, aufsuchen.

Text & Photo by Eugen Braeunig


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Mal schnell was absahnen

Im Grunde spricht der Flyer ja für sich. Ich hab es leider erst heute geschafft, ihn zu posten. Aber immerhin sind es noch ein paar Stunden und damit besteht die Chance, noch ein paar Schnäppchen in Sachen guter Magazine zu machen.

Flyer via Do you read me? | Text by Eugen Braeunig


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Riesenkatze gegen Windmühlenzombie

YouTube Preview Image

Second Wind ist ein animierter Kurzfilm bei dem nichts wirklich zusammenpasst, aber das Ergebnis trotzdem stimmt. Das leicht surreale Werk ist eine Einreichung bei Aniboom. Auf der Website des Wettbewerbs finden sich noch andere Perlen. UPDATE: Wer es noch surrealer und visueller mag: The Astronomer´s Dream. Weird but in a cool way.

http://www.vimeo.com/5452888

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Bitte mehr Licht! Bitte!

http://www.vimeo.com/7012935

Das kann ja heiter werden. Ein Blick Richtung Alex und Telespargel lässt erschaudern. Irgendwer hat die obere Hälfte unseres Fernsehturmes geklaut. Dieser 4. November steht unter dem Motto “Erster Schnee ermordete die letzte Hoffnung auf ein baldiges Ende des Winters”. Schnee ist bereits jetzt das Unwort des Jahres 2009. Deswegen fordern wir anstelle von Steuerentlastung mehr Licht. Das könnte von Sweatshoppe aus NY/USA kommen, denn die haben das “Light Painting” erfunden. Es wird nicht verraten wie das geht, aber es schaut schön aus. Und heute nimmt man was man kriegen kann. Und obwohl ihr jetzt lachen werdet schlage ich euch für heute Abend einen Außentermin vor. Ab Dämmerung wird hier unsere fast schon zugefrorene Spree von dem Kölner Künstlerkollektiv Lichtfaktor in Licht und Animation getaucht. Wenn die schlau sind haben die Glühwein parat.


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